Die Schlankheitskur ist seit Jahrhunderten ein beliebtes Mittel um Gewicht zu reduzieren. Verschiedene Variationen von Schlankheitskuren wurden nicht nur aus ästhetischen, sondern auch aus gesundheitlichen und religiösen Gründen eingesetzt. Die Verwendung einer Schlankheitskur ist aber nicht für jeden geeignet und muss je nach persönlichem Gesundheitszustand, Geschlecht, Alter, etc. ausgewählt werden. Damit die Schlankheitskur nicht gesundheitsgefährdend wird, ist es wichtig, einige Grundregeln zu beachten.
Radikale Schlankheitskuren: Vor- und Nachteile
Mit der nahenden Badesaison steigt auch die Anzahl derer, die in ihrem Streben nach einer schlanken Bikini-Figur zu verschiedenen Mitteln greifen, unter anderem diversen Schlankheitskuren, um schnelle Erfolge zu erzielen. Die bekannteste und wahrscheinlich auch die bedenklichste Schlankheitskur ist die, bei der die Aufnahme der festen Nahrung beinahe auf null reduziert und mit erhöhter Flüssigkeitszufuhr ergänzt wird.
Diese Art von Schlankheitskur ist nur Menschen ohne Gesundheitsbeschwerden, ausschließlich für sehr kurze Zeit und bestenfalls unter ärztlicher Aufsicht zu empfehlen. Außerdem ist es wünschenswert, während einer solchen Schlankheitskur sonstige Aktivitäten, die den Organismus beanspruchen und in Stress versetzen, zu minimieren. Zu den Vorteilen dieser Art Schlankheitskuren zählen vor allem die schnellen Erfolge in der Gewichtsreduktion und das Gefühl der Leichtigkeit und Schwerelosigkeit, das viele Schlankheitskur-Befürworter zu schätzen wissen.
Andererseits aber ist es notwendig, ein außergewöhnliches Gesundheitsbewusstsein und Willensstärke zu besitzen, um die Regeln einer Schlankheitskur konsequent zu befolgen. Zu den wesentlichen Nachteilen der Schlankheitskuren zählen Gesundheitsrisiken, der beschränkte Zeitraum der Anwendung, gelegentlich auftretende Schwindelattacken und häufig auch der Jo-Jo-Effekt.
Es kann empfehlenswert sein, im Laufe der Schlankheitskur oder auch als Vor- und Nachbereitung, den Organismus, in der für ihn stressigen Phase des Nahrungsentzugs die Tagesration mit Nahrungsergänzungsmitteln zu erweitern. Am besten geeignet für eine radikale Schlankheitskur sind Präparate, die sowohl Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, als auch einen hohen Anteil an kurzkettigem Protein mit essenziellen und nicht essenziellen Aminosäuren enthalten.
Weitere Varianten der Schlankheitskur
Eine weitere etwas mildere Variante einer Schlankheitskur ist zum Beispiel die Saft-Kur, bei der ähnlich wie bei den radikalen Schlankheitskuren auf feste Nahrung verzichtet wird und stattdessen ausschließlich Wasser, zuckerfreie Tees, frischgepresste Säfte und Gemüsebrühen konsumiert werden. Diese Schlankheitskur ist aber leichter verträglich und kann auch entschlackende und entgiftende Wirkung zeigen. Außerdem wird durch den erhöhten Konsum von frischen Säften auch die Vitaminration erhöht, was bei den radikalen Schlankheitskuren nicht der Fall ist.
Man muss aber bedenken, dass auch bei dieser Schlankheitskur die Reduktion von Stress und Tätigkeiten, die eine hohe Leistung erfordern, zu beschränken ist. Außerdem kann es hilfreich sein, während einer Saft-Schlankheitskur Kalziumpräparate einzunehmen, da sie die entschlackende Wirkung der Schlankheitskur unterstützen können und den eventuell auftretenden Kalziummangel ins Gleichgewicht bringen können.
Weitere Schlankheitskuren sind zum Beispiel die Rohkost-Diät, bei der die Nahrung ausschließlich unbearbeitet verzehrt wird, oder auch die Trennkost, bei der eine Trennung der Zufuhr von Eiweiß und Kohlenhydraten vorgesehen ist. Bei allen Schlankheitskuren gilt aber: Man kann eine Schlankheitskur nicht nebenbei machen, sondern muss sich dafür bewusst eine Auszeit nehmen und sich auf Meditation oder leichte Spaziergänge konzentrieren. (jm)
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